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Die Führungskraft als Konfliktmanager

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Da Führungskräfte immer mehr die Rolle des Moderators und Koordinators wahrzunehmen haben, wird der Umgang mit Konflikten zu einer wichtigen Führungsaufgabe.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, muss sich die Führungskraft vom Problemlöser, zu einem Impulsgeber und Vermittler entwickeln, der die Prozesse in Bewegung bringt und für die Mitarbeiter die Voraussetzungen schafft, ihre anstehenden Probleme weitestgehend selbstständig zu lösen.

Die „Führungskunst“ besteht darin, Konflikte frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und zur Vermeidung von Eskalation die Konfliktbehandlung einzuleiten.

Konflikte erkennen
Achten Sie auf verbale und nonverbale Anzeichen.
Beispiele verbal: Widerspruch, Vorwürfe, Killerphrasen, Streiten, aber auch Sarkasmus, herabsetzende Bemerkungen, ins lächerliche ziehen, distanzierte Höflichkeit.
Beispiele nonverbal: Ausschluss von Personen, abwertende Gestik und Mimik, abweisende Haltung, auflaufen lassen, sturer Formalismus, nur das Notwendigste tun, nur noch schriftliche Kommunikation, hohe Fehlzeiten, Krankheit.

Konflikte analysieren
Wer sind die Konfliktparteien? Wie groß ist das Ausmaß des Konfliktes? Besteht der Konflikt nur bei einer Person, (innerer Konflikt) zwischen zwei Personen, oder zwischen Abteilungen? Wie ist der Konflikt entstanden? Wie stark ist der Konflikt eskaliert?

Reflexion der Führungskraft: Gab es im Vorfeld einen Punkt, früher einzugreifen?
Welches Konfliktpotential in der Firma hat den Konflikt ausgelöst? Bin ich selbst involviert?

Ist die Führungskraft selbst in dem Konflikt verstrickt, wird es schwierig als Vermittler aufzutreten. Besser ist es dann, die Vermittlung an einen Kollegen abzugeben, oder sich externe Unterstützung zu holen.

Konflikte lösen
Die Konfliktlösungsstrategie richtet sich nach dem Eskalationsgrad des Konfliktes.

Stufe 1: Sind die Standpunkte verhärtet, empfiehlt sich ein Konfliktlösungsgespräch.
Können die Beteiligen kommunikativ gut miteinander umgehen, kann dieses Gespräch auch ohne die Führungskraft durchgeführt werden.

Stufe 2: Besteht gegenseitiges Misstrauen und haben sich schon Koalitionen gebildet, sollte eine Konfliktmoderation mit der Führungskraft als Konfliktmanager stattfinden.

Stufe 3: Ein massiver Konflikt, der offen zutage tritt und die Beteiligten keine Gesprächsbereitschaft mehr zeigen, kann nur noch mit der Mediation bearbeitet werden. Hierzu sollte die Führungskraft eine entsprechende Ausbildung haben, oder externe Unterstützung erfolgen.

Stufe 4: Bei Konflikten, in denen sich die Parteien gegenseitig bedrohen, oder sogar schon Vernichtungsschläge ausführen, hilft aus Sicherheitsaspekten nur noch eine Machtentscheidung und damit die Trennung der Konfliktgegner.