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Sumpfgebiet Feedbackgespräche

Zahnradgetriebe mit Figuren - Fabrikarbeiter

Wer sich als Führungskraft auf den Weg macht, ein klärendes Gespräch mit einem Mitarbeiter zu führen, hat sicher schon einmal erfahren, wie leicht man in unsicheres Gelände kommen kann.
Im Dickicht von gegenseitigen Vorannahmen, Sichtweisen, Unsicherheiten und Spannungen verliert man schnell die Orientierung und befindet sich plötzlich im zähen Morast der Missverständnisse.

Feedbackgespräche sollten eigentlich Lösungen für Probleme im Berufsalltag bringen. Häufig sind es dann aber gerade die Gespräche, die zusätzliche Probleme bereiten.

Dabei ist das Feedbackgespräch ein sehr wichtiges Führungsinstrument.
Treten Mängel in Arbeitsleistung oder Verhalten auf, die den Arbeitsablauf hemmen und die Zusammenarbeit belasten, ist das Gespräch notwendig. Richtig geführt wird das Feedbackgespräch zum Fördergespräch. Gefördert wird das Vertrauen, die Motivation und schließlich eine tragfähige Veränderung.

Ein paar Tipps, was Sie beim Feedbackgespräch beachten sollten:

  • Den richtigen Rahmen für das Gespräch wählen (keine Störungen und genügend Zeit).
  • Kritische Rückmeldungen brauchen den richtigen Zeitpunkt und dürfen nicht zu spät geführt werden.
  • Fehlverhalten nur auf das entsprechende Verhalten beziehen und nicht auf die ganze Person.
  • Keine ‚Rundumschläge‘, sondern gezielt die wesentlichen Punkte ansprechen.
  • Präzise beschreiben was stört. Sprachliche Verallgemeinerungen wie: „immer, nie, ständig, alles“ vermeiden.
  • Die Hintergründe für das Verhalten weiß nur der Mitarbeiter. Interpretationen nicht als Fakten darstellen. Vermutungen auch als solche äußern: „Ich vermute, dass …“.
  • Bloßstellungen vermeiden und Kritik nicht vor ‚versammelter Mannschaft‘ oder in Gegenwart Dritter äußern.