Mitarbeiterführung

Mitarbeiteführung der Schlüssel zum Erfolg

Der wichtigste Erfolgsfaktor eines Unternehmens ist nicht das Kapital oder die Arbeit, sondern die Führung.
Reinhard Mohn, dt. Unternehmer (Bertelsmann), 1921 - 2009

 

Führung und motiviertes Verhalten von Mitarbeitern

Dass die fachliche Kompetenz allein nicht automatisch eine gute Führungskraft ausmacht, ist heutzutage bei den meisten Unternehmen angekommen. Dennoch präsentiert uns der Gallup Engagement Index Deutschland jedes Jahr hohe Mitarbeiterzahlen, die nur geringe, bis keine Bindung an das Unternehmen haben. Wirtschaftlich ist das für ein Unternehmen kritisch zu sehen, da Mitarbeiter, die 'Dienst nach Vorschrift' machen, nicht die Leistung bringen, die sie bringen könnten.

Wer sich Gedanken über eine erfolgreiche Führung macht, wird das Verhalten von einzelnen Mitarbeitern hinterfragen. Warum hat bei Mitarbeit A die Leistung nachgelassen oder warum Mitarbeiter B immer wieder vereinbarte Termine nicht einhält. Verhalten ist ein Zusammenspiel von Bedingungen in der Person und der umgebenden Situation. Schaut man genauer auf die Bedingungen der Person, so gibt es das persönliche Wollen (Motivation) gesteuert durch Bedürfnisse, Wünsche, Wertorientierung etc. und das individuelle Können, die Fähigkeiten, Erfahrungen und erworbene Fertigkeiten.

Differenziert man die umgebende Situation, so beeinflusst unser Verhalten zum einen das soziale Dürfen und Sollen, das sind geschriebene und ungeschriebene Regeln und Normen sowie die Unternehmenskultur. Zum anderen die situative Ermöglichung, damit sind die Bedingungen der Situation gemeint, die entweder förderlich oder hinderlich sein können.

 

Comelli_Verhalten

 

Die Grafik zeigt natürlich nur ein vereinfachtes Abbild der Abläufe. In der Realität gibt es noch viele Wechselwirkungen zwischen den Bedingungen. So hat beispielsweise der Mitarbeiter besonders viel Spaß bei der Arbeit, der seine Talente mit einbringen kann. Auch wenn der Mitarbeiter ein für ihn wichtiges Ziel hat, dass er unbedingt erreichen will, wird er stark motiviert sein, die hierzu benötigten Fähigkeiten sich anzueignen.

 

Hieraus folgt für die Praxis

Wenn Verhaltensweisen von Mitarbeitern nicht wie gewünscht ausfallen, dann stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Lag es am Wollen?
  2. Lag es am Können?
  3. War es erlaubt?
  4. Ließ die Situation es zu?

Isoliert nur einzelne Bedingungen zu betrachten bringen nicht immer den erwünschten Erfolg. Zur Motivation gehören immer beide Seiten: die bewegenden Kräfte im Mitarbeiter und die anregenden Kräfte von außen (Comelli, G./Rosenstiel, L. v., 2009).

 

Frank Breckwoldt
Hochleistung und Menschlichkeit®

Zu den wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft gehört es, sich und die Mitarbeiter immer wieder zu Bestleistungen anzuspornen. Ist es doch eindeutig belegt, dass ...weiter

 


 

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